1. Literatur-Gespräch

Peter Härtling »Der Gedankenspieler«

Dienstag, 25. Februar 2020, 19.00 Uhr

Stadtbücherei, Mühlenstraße 8, Melsungen

Johannes Wenger, ein achtzigjähriger alleinstehender Architekt, ist gestürzt und seither auf den Rollstuhl und Pflege angewiesen.

Das macht den Alltag mühsam und lässt viel Raum für Einsamkeit und Melancholie. Sein junger Hausarzt Dr. Mailänder holt ihn zurück in die Welt und lädt ihn mit seiner Familie zu einem gemeinsamen Osterurlaub ein. Was alles geschehe  kann, wenn man mit einem kauzigen Rollstuhlfahrer an den Strand von Travemünde reist, hat man sich so nicht vorstellen können. Mit viel Gefühl nimmt Härtling seine Leser mit in die Mühsal des Alters und zeigt, welch großes Glückspotenzial diese Lebensphase besitzt.

»Eines der größten Abenteuer des Menschen: in Würde alt zu werden. In dieser Hinsicht ist das Buch ein Thriller.«
Ulrich Rüdenauer, Stuttgarter Zeitung

Peter Härtling, geboren am 13. November 1933 in Chemnitz, verbrachte zunächst seine Kindheit in Hartmanndorf bei Chemnitz. Während des Zweiten Weltkriegs zog seine Familie nach Olmütz in Mähren. Die Familie floh vor der Roten Armee nach Zwetti in Niederösterreich und siedelte nach dem Krieg nach Nürtingen um. Er wurde Journalist und schließlich Cheflektor und Mitglied der Geschäftsleitung beim S. Fischer Verlag. Seit 1974 arbeitete er als freier Schriftsteller. Er lebte von 1973 bis zu seinem Tod 2017 in Mörfelden-Walldorf.

Bekannt ist Peter Härtling auch für sein Engagement in der Friedensbewegung in den 1980er Jahren.

Neben seinen Kinderbüchern, u. a. »Ben liebt Anna«, schrieb er zahlreiche Romane und Gedichte. Darüber hinaus war er auch für den Hörfunk, hr2, tätig. Sein Werk wurde mit zahlreichen Literaturpreisen, u. a. für sein Gesamtwerk 2003 mit dem Deutschen Bücherpreis, gewürdigt.

Die Teilnehmer lesen das vorgeschlagene Buch, beim Literatur-Gespräch lesen sie eine Stelle vor und kommen anschließend darüber miteinander ins Gespräch. Dabei sollen keine fachkundigen Belehrungen oder Interpretationen vorgegeben werden. Jeder Beitrag, jede Art von Verständnis sind wichtig. Der Blickwinkel jedes Lesers wird die Sicht auf das gemeinsam gelesene Buch bereichern.

Die Literatur-Gesprächsrunde trifft sich etwa alle 6 Wochen. Beim Treffen wird das nächste Buch ausgesucht (jeder Teilnehmer kann ein Buch vorschlagen) und der nächste Termin festgelegt. Der Termin und das Buch werden auf der Homepage und per Rundschreiben bekanntgegeben. Die Moderation dieses etwa 1½-stündigen Gesprächs hat Hilka Wagner.

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